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Enke-Medien-Leben

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Enke-Medien-Leben

Beitrag von Gast am Mi Nov 11, 2009 6:41 pm

Moin zusammen,

welchen Anfang soll ich finden ? Die letzten 24 Stunden sind wohl für jeden fühlenden Spieler eine emotionale Achterbahnfahrt gewesen.

Auch wenn der Schock gestern tief saß, so gelang es doch mir zumindest noch durch die Performance Wrongturns in Estoril, einen Teil der Betroffenheit zu verdrängen.

Heute gab es jedoch zwei PK´s, die ich zu den besten, weil ehrlichsten und aufrichtigsten, zähle, die ich in meinem Leben sehen durfte.

Die erste Pressekonferenz in Hannover mit dem Pressesprecher Hannover 96, der Witwe von Enke und seines Therapeuten, war eine Besonderheit. Aufgrund des richtigen Tons, den der Pressesprecher getroffen hat, der Kraft, die Frau Enke aufgebracht hat, der Professionalität des Therapeuten und einer Journalistenschar, die einfach mal wusste, was sie nicht zu tun hatten.

Die zweite PK beim DFB war auf andere Weise beeindruckend. Dr. Zwanziger gelang das Kunststück auf Floskeln zu verzichten, seine persönliche Betroffenheit zum Ausdruck zu bringen und zugleich die richtigen Fragen zu stellen und Konsequenzen für die Zukunft anzudeuten.
Bierhoff liess seinen Gefühlen freien Lauf. Jeder, der mit einem Selbstmord in seinem Freundes-, Bekannten- oder gar Familienkreis bereits einmal konfrontiert war, versteht, dass es nicht nur um den Verlust eines Menschen und die Trauer darüber geht. Gleichzeitig stellt sich die quälende Frage, was hab ich von diesem verzweifelten Menschen eigentlich gewusst?
Auch wenn es Enke wohl auf leider perfekte Weise gelungen ist, diese Verzweiflung vor seinen Nationalmannschaftskollegen u.a. zu verbergen, so stellt fragt man sich doch unwillkürlich: Hätte ich was sehen müssen. Hab ich was übersehen ?

Es beginnt ein Denkprozess, der sämtliche Beziehungen auf den Prüfstand stellt. Hinsichtlich ihrer Qualität und Tiefe. Wer nicht komplett an der Oberfläche lebt, wird sich schnell in einer Spirale wiederfinden, die einen lange beschäftigen wird.
Daher ist es nur folgerichtig, dass Spiel am Samstag ausfallen zu lassen. Ohne Rücksicht auf wirtschaftliche Verluste.

Offensichtlich sitzt der Schock über den Freitod auch bei Medienprofis so tief, dass im Anschluss an die DFB-PK keine Fragen mehr gestellt wurden. Denn es war alles gesagt und zum Ausdruck gebracht worden, was man in dieser Situation denken, sagen und fühlen kann.

Es ist immer wieder bedauerlich, dass es dramatischer Ereignisse bedarf, damit wir wieder den Blick für das Wesentliche schärfen. Es ist unendlich traurig, dass er nicht in der Lage war den Trost und die Perspektive anzunehmen und zu sehen, die ihm seine Familie anboten.

Wie nun zum Ende finden?
Auch wenn das folgende vielleicht missverständlich ist. Ich trauere um Robert Enke, empfinde Respekt für seine Frau, Dankbarkeit für die angemessene Reaktion von Funktionären und Journalisten und auch Freude über das sensationelle Abschneiden von Wrongturn. Keine 24 Stunden, die das Leben in seiner fast gesamten Bandbreite darstellen.
Das Leben kann grausam und schön sein. Trotzdem und gerade deswegen muss es gelebt werden. Ich wünsche jedem die Kraft, das Umfeld und die Freu(n)de um es zu bewältigen. Auch im Hinblick darauf, dass unter uns der eine oder andere ist, der nicht genug davon haben kann.
Nachdenkliche Grüße

Thomas

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Re: Enke-Medien-Leben

Beitrag von comb@t am Mi Nov 11, 2009 9:00 pm

Hallo Mega,

das ist einer der besten Beiträge zu dem Thema den ich bisher gelesen habe. Danke dafür.

Ich habe mich bisher ganz bewusst zurückgehalten, da ich nciht in dieses allgemeine gewese der Betroffenheit und Trauer mit einsteigen wollte.

Alle sind ganz betroffen und zu Tode betrübt, weil unser Nationaltorwart sich vor die Bahn geworfen hat; ja ne is klar. Ich wette die meisten von denen hatten mit der Nationalef und noch viel weniger mit Hannover und Enke bisher irgendwas am Hut.

Vielleicht wird das jetzt den ein oder anderen schocken, aber mein erster Gedanke als ich gestern zufällig davon erfuhr, war: was für ein egoistisches Arschloch.
Wie kann er das seiner Frau und seiner Tochter nur antun?

Diese Ansicht ist aber so unpopulär, dass ich sie lieber erst mal für mich behalten habe. Auch deshlab, weil mir klar war dass dies noch nicht der Weisheit letzter Schluss sein konnte.
Ich bin zwar bei weitem kein Hannover Fan, ja noch nicht mal ein echter Bundesliga Fan im eigentlichen Sinn, aber ich verfolge die BL interessiert und als HSV Anhänger kannte ich zwangsläufig den "kleinen" HSV wie Hannover liebevoll gennnat wird auch etwas besser. HSV und Hannover verbindet schon lange eine Fan-Partnerschaft und ich habe auch schon diverse Spiele der beiden Vereine gegeneinander gesehen.
Da bedeutet natürlich nicht, dass ich Enke auch nur im Ansatz kannte, vielleciht ein kleines bisschen als Torwart aber ganz sicher nciht als Mensch und Privatperson.
Aber von dem wie man ihn auf dem Platz erlebte und das was man halt aus den einschlägigen Medien kannte, war er eigentlich nur als sehr aufrichtiger, positiver Mensch bekannt der sich bspw. auch um den Tierschutz bemühte.

Es war also klar, dass hier noch etwas im verborgenen leigen musste, was auch nur annhäernd zu erklären vermag, wie es zu dieser Tat kommen konnte.

Die Antwort gab es dann heute durch die von dir angepsrochenen PK's. Enke leidete unter schweren Depressionen und das ofenbar schon länger.

Nun fragt man sich, wie konnte er das so lange und so geschickt vor seinen Kollegen und den Menschen in seinem Umfeld verbergen und wshal b hat offenbar niemand - nicht mal seine Frau - bemerkt wie es tatsächlich um ihn bestellt ist.

Dazu kann ich nur anmerken, das geht.
Ich weiss es aus eigener Erfahrung. Vor zwei Jahren habe ich eine Management-Fortbildung meines damaluigen AG mit gemacht an der auch eine Kollegin teilgenommen hat. Diese Kollegin befand sich beruflich auf der Überholspur. Sie war stellvertrtende Filialleiterin und sollte nach Abschluss der Fortbildungsmaßnahme ihre eigene Filiale bekommen. Auch sonst machte sie auf alle Teilnehmer des Kurses einen zwar etwas verschlossenen aber dennoch netten und lebensbejahenden Eindruck. Sie erzählte auch sehr überzeugend von ihrem Lebenspartner mit dem sie sich gerade ein kleines Häuschen gekauft hatte, was sie derzeit liebevoll am einrichten waren und was sie sonst noch für Pläne hatte ....

Genau eine Woche nach diesem Seminar legte sie sich vor einen ICE.

Erst anschlie0end erfuhr ich, dass sich Ihr Freund von Ihr getrennt hatte; ein Häuschen gab es nicht und auch sonst stimmte nichts von dem was sie uns erzählt hatte ....

Wir alle fragten uns im Anschluss ob wir irgendwas hätten bemerken können, ja bemerken müssen ... einige von uns machten sich heftige Vorwürfe.
Der ganze Kurs traf sich noch mal, um das Erlebnis zu verarbeiten, dabei spielten sich teilweise herzzerreisende und dramatische Szenen ab.

Keiner von uns ahnt auch nur annähernd, was derzeit die Witwe und die Angehörigen durchmachen ....

Mein Mitgefühl gehört ausschließlich jenen Menschen. Mögen sie die nötige Kraft aufbringen die schwere Zeit durchzustehen ....

Ein betroffener Markus.
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